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Leben sie noch ? Oder erben wir schon ? PDF Drucken

Wie bereits berichtet, fanden am 15. und 16. Juni 2010 zwei Aufführungen unserer Theater- AG in der Aula unseres Gymnasiums statt.
Lesen Sie hierzu den Artikel von Jörg Künzl (Vogtlandanzeiger).


Auch einen Tag nach der Premiere der mörderisch- schrillen Komödie „Leben sie noch? Oder erben wir schon?“, füllte sich am Mittwochabend die Aula des Schulzentrums am Amtsberg zusehends. Unter der Gesamtleitung von Evelin Specht studierten 14 junge Schauspieler, die Theatergruppe des Gymnasium Klingenthal, dieses gut anderthalbstündige Schauspiel in langer und harter Probenarbeit ein und brachten es mit Bravour auf die Bühne. Worum ging es in dieser Geschichte?
Die Komödie nach Barbara Peters erzählt eine obskure Familiengeschichte, die sich während der Verlobungsfeier des betagten Lord Horst von Meier (Benjamin Hertel) und der koketten Französin Chantal (Nancy Jobst) zuspitzt. Rasch wird klar: Eine richtige Idylle herrscht nicht zwischen Lord von Meier und seiner Familie. Und jede der eingeladenen Parteien hat ihren Grund, an der Veranstaltung teilzunehmen. Hauptgrund: Der werte Lord beherbergt auf seinem bayerischen Gut allerlei Kostbarkeiten, die es sich zu erben lohnt. Da wären die Pferde, auf die es die herrische Amalie (Michelle Pfeifer) abgesehen hat. Ihr Mann Karl-Heinz (Denis Schüppel), Horsts Bruder, hat bei seiner Frau schon lange nichts mehr zu sagen. Die beiden verwöhnten Töchter Paula (Verena Vogel) und Pauline (Maria Warnke) wedeln ebenfalls gerne mit der Kreditkarte.
Horsts Cousine, Frau Professor Dr. Dr. Ursula Brothaare-Kuchenbäcker (Deborah Herold), dagegen sinnt auf den Keller des Gebäudes, den sie als Labor zu nutzen gedenkt. Ihre Tochter Püppi (Lisa-Marie Pöhland), die sich durch ein Faible für das Quälen kleiner Tiere auszeichnet, ist ebenfalls mit von der Partie.
Emanze Sigrun Sturm (Nora Walter) will Chantal aus den Händen dieses „Mannes!“ retten und ihre Schwester Sybille (Lisa-Marie Laubmann) hofft, aus ihrem tristen Alltag zu entkommen, den sie ihrem Tagebuch Hugo in jeder Einzelheit beschreibt. Playboy und Barbesitzer Francesco (Tobias Hertel), der eigentlich Peter Meier heißt, freut sich auf feuchtfröhliche Partys und hübsche Französinnen, wobei Chantals Bruder „die“ Dirk, ein Transvestit (Max Hahn) nicht gerade seinen Vorstellungen entspricht, was den jedoch nicht im geringsten stört.
Bei diesem verrückten Familientreffen bilden sich schnell zwei Parteien: Die einen wollen Chantal um die Ecke bringen, während die anderen lieber den Lord tot sähen. Also werden Intrigen geschmiedet und seltsame Maschinen konstruiert. Völlig unbeteiligt gerät der als Psychopath gesuchte Magier Manni Koslowski (Martin Gläser) zwischen die Fronten, ebenso wie der naive Polizist Hugo Taschenbuch (Justin Kenstel), der der unscheinbaren Sybille verfällt. Am Ende gibt es nur einen Toten, die erhoffte Erbschaft fällt recht unerwartet aus.
Begleitet von viel Beifall und nach etlichen Vorhängen standen den Akteuren die Erleichterung und die Freude über diesen Erfolg buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Jörg Künzl


Bilder

 

Nur an unserer Schule können Schüler im Vogtland den Leistungskurs Sport belegen und so ihre sportlichen Leistungen in das Abitur einbringen.

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